Forschung


ZUM STELLENWERT VON BEWEGUNG, SPIEL UND TANZ IN DER KULTURELLER BILDUNG

Im Zentrum stehen Fragen zur Relevanz und Qualität von Bewegung, Spiel und Tanz in der Kulturellen Bildung. Neben der wissenschaftlichen Begleitung von lokalen Praxisprojekten in Schulen und im öffentlichen Raum bilden Analysen (tanz-)künstlerischer Verfahren unter bildungstheoretischen sowie migrationspädagogischen Gesichtspunkten einen besonderen Schwerpunkt.
Prof. Dr. Antje Klinge
Ilkay Dogan

DIVERSITÄT IN DER KULTURELLEN BILDUNG

Welche Herausforderungen birgt die zunehmende Diversität von Gesellschaft für die Praxis der Kulturellen Bildung? Was sind die Arbeitsweisen und -prinzipien der hier tätigen Vermittler*innen und welche Konsequenzen können hinsichtlich einer diversitätssensiblen Didaktik gezogen und wie kann eine postmigrantische Perspektive berücksichtigt werden?
2016 führte der LFB Sportpädagogik und Sportdidaktik die Begleitforschung zur Fortbildungsreihe „VIEL - Diversität in der Kulturellen Bildung“ der Zukunftsakademie NRW durch. Mittels Beobachtung und Interviews konnten Arbeitsprinzipien sowie strukturelle Gelingensbedingungen für die Praxis und Fortbildung im Diversitätskontext beschrieben werden. Auszüge der Studie wurden auf der Netzwerktagung Forschung Kulturelle Bildung (Okt. 2016) und auf der WinterSchool „Spectra of Transformation“ (Feb. 2017) an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen/Nürnberg vorgestellt.

Dr. Nana Eger
Constanze Schulte

GRUNDLEGUNG EINER KRITISCH - KONSTRUKTIVEN SPORTDIDAKTIK

Fachdidaktische Konzepte sollen Antworten auf die grundlegende Frage liefern, was ein schulisches Fach für die Heranwachsenden und für die Gesellschaft leisten kann. Der Bildungsbegriff fungiert dabei als zentrierende Leitkategorie, an dem sich pädagogische Handlungsentscheidungen messen lassen müssen. In hermeneutischen Auslegungen werden ausgewählte Aspekte der „klassischen“ Bildungstheorien auf fachdidaktische Problemfelder projiziert und die Konsequenzen für didaktisch-methodisches Handeln diskutiert.
Prof. Dr. Nobert Gissel

KRITISCH-KONSTRUKTIVE UNTERRICHTSPLANUNG

Im Sinne eines offenen Problematisierungsrasters ist ein Planungsmodell für einen „erziehenden“ und „kompetenzorientierten“ Sportunterricht entworfen worden. Es folgt dem Paradigma der kritisch-konstruktiven, bildungstheoretischen Didaktik und unterliegt einer fortwährenden Überprüfung und Revision im schulischen Feld.
Prof. Dr. Nobert Gissel

SCHAM UND BESCHÄMUNG IM SCHULSPORT

Auf der Basis einer Schüler*innenbefragung sind schamerzeugende Situationen und Rituale von Sportunterricht erfasst worden. In einer Folgestudie wird der Zusammenhang von Scham und Selbstkonzept bzw. Identitätsentwicklung untersucht.
Dissertationsprojekt (abgeschlossen): David Wiesche

BENOTUNG IM SCHULSPORT

Im Mittelpunkt der explorativen Studie steht die Frage nach der Benotungspraxis von Sportlehrkräften. Zur Rekonstruktion von Deutungsmustern und Handlungsentscheidungen wurde das qualitative Interview gewählt. Erwartet wird eine empirisch fundierte Aufhellung der Gegenstände, Theorien und Bezugssysteme von Benotungspraxen im Schulsport.
Dissertationsprojekt (abgeschlossen): Dr. Clarissa Feth